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  • AutorenbildAnja Harz

Morgens halb zehn in Deutschland

Es streift ja leicht die Grenze des sanften Übergebens, wenn an roter Ampel in frühen Morgenstunden im Nachbarauto vergessen wird, dass Glasscheiben durchsichtig sind und ungehemmt in der Nase gebohrt und gezogen wird. Aber es geht noch schlimmer. Ich sitze vor kurzem in einer Baubesprechung eines großen Autoherstellers. Locker und nüchtern werden Protokollpunkte abgehakt, geändert und hinzugefügt. Der Part unseres Büros ist erledigt. Ich sehe zur Uhr. Kurz nach Zehn. Instinktiv schaut man zu den Teilnehmern, die gerade am Sprechen sind. Dran ist ein mittelgroßer Mann mit Goldkettchen. Noch beim Nutzen seiner Stimmbänder juckt er sich mit dem kleinen Finger im Ohr. Das Ergebnis scheint jedoch nicht zufriedenstellend. Er nimmt die Brille ab und stochert mit dem Ende des Bügels scheinbar bis Trommelfell und später Amboss erreicht sind. Noch immer nebenbei Fragen beantwortend. Dann darf er schweigen und sich der Ohrausfuhr widmen. Die Untersuchung ist atemberaubend und herpeserregend: ohne einen Hauch von Scham wird der Brillenbügel gegen das Licht beäugt und... oral entsorgt!!! Da bekommt das "kleine Frühstückchen" doch ganz andere Dimensionen...

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